Panchatantra

Wie die Hitopadaesha eine Sammlung von Fabeln und Geschichten mit moralischem Hintergrund. Teilweise wird die Hitopadesa als eine Version der Panchatantra angesehen. Es gibt eine sehr ähnliche Rahmengeschichte rund um die Fabelsammlung und auch der Erzähler (Visnu Sarma) ist wohl der gleiche. Daher wird die Hitopadesha von vielen Gelehrten für eine Version oder eine Abwandlung der Panchatantra angesehen. Es gibt eine Sttudie, wonach ein Drittel der in der Hitopadesha gefundene Verse auf die Panchatantra zurückgehen sollen, 75 Prozent des Inhalts gleichen sich und nur ein Viertel des Textes haben wohl eine andere oder ältere unbekannte Quelle als Grundlage.

Allerdings ist die älteste noch bekannte Überlieferung dieser altindischen Dichtung in fünf Büchern älter als die der Hitopadesa. Denn sie stammte aus dem späten 3. Und 6. Jahrhundert. Das passt sehr zu dem, was Charles Wilkins (1786) herausfand, der das Hitopadesha für eine spätere Bearbeitung des Panchatantra hält.

Es handelt sich um eine Sammlung moralischer Geschichten, Fabeln und Tiergeschichten. Sie wurden im indo-iranischen Kulturkreis zur Erziehung der Prinzen am Hofe benutzt, um die Kunst der Verwaltung und weltliche Weisheiten zu vermitteln. Im persischen Sassanidenreich wurde das Werk stark rezipiert, die ersten Übersetzungen ins Mittelpersische wurden im 6. Jahrhundert vorgenommen.

 

Siehe auch Hitopadesa

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